4300km, schlaflose Nächte, Wassertank verloren, Route umgeplant weil es die Straße nicht gibt…Fazit? Es war grandios!
Wieso überhaupt ein Balkan Roadtrip? Wir wären um ehrlich zu sein nicht auf die Idee gekommen, wenn ich nicht auf die Deutsche Meisterschaft im Gleitschirmfliegen nach Mazedonien wollte. Und Chris vorschlug: lass uns doch einfach hinfahren! Mein erster Kommentar: mimimi, viel zu heiß um diese Jahreszeit. Das ist es zwar wirklich, aber wir entschlossen uns trotzdem dazu. Ein guter Grund um den Camper weiter auszubauen und um zu testen, ob wir sowas in Zukunft noch öfter zusammen machen wollen.
Zwei Wochen vor Abreise haben wir uns dann endlich mal hingesetzt um eine Route zu planen. Und uns ist dabei wirklich die Kinnlade runtergeklappt! Wir saßen 4h dran und waren begeistert von den Bergen, Flugmöglichkeiten, der Landschaft und wussten direkt: 6 Wochen sind definitiv zu kurz. Aber wir machen das Beste daraus.
Der Plan? Hin über den Landweg, langsam bis nach Mazedonien, die Zeit hauptsächlich in Albanien verbringen. Den Rückweg nutzen um noch einen Abstecher in den Süden Albaniens zu machen um dann an der Küste Albaniens und Kroatiens zurückzudüsen. Ich kann hier schon mal spoilern: es kam definitiv anders. Aber dafür sind Pläne ja da, damit man sie spontan und flexibel umschmeißen kann 🙂
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- Unsere Route (GRAFISCH)
- Brannenburg -> Bosnien (800km, 9h)
- Jajce -> Mostar (225km, 4h)
- Mostar -> Tjentiste, Nationalpark Sutjeska (120km, 2h) -> Maglic
- Vidikovac/Viewpoint Babina greda
- Durmitor Nationalpark -> Bobotov Kuk
- Vražje jezero
- Kolasin
- Plav
- Koplik (Skadarsko Jezero)
- Shkodra
- Pata Camping
- Dürres
- Vlora
- Green Coast -> Maja e Cikes
- Gjirokastra
- Vjosa Tal
- Langarica Canyon
- Korca
- Ohrid
- Krusevo
- Opstina Struga
- Tirana -> Hike & Fly Startplatz
- Lezha
- Kotor -> Hike ohne Fly
- Dubrovnik
- Usce Neretve Kitespot
- Camping wo? Krank?
- Bihac/Una
- Greifenburg
Bosnien-Herzegowina
Wir blieben: 2 Tage, Wir empfehlen: MEHR!
Zugegebenermaßen: Bosnien war nur ein Land auf dem Weg zu unserem Ziel, in dem wir nicht geplant hatten uns länger aufzuhalten. Kurzer Zwischenstopp in Banja Luka um Sim Karten zu kaufen (ohne Internet für Google Translate und ohne Englischkenntnisse der Einwohner ist das schwieriger als gedacht). Dabei haben wir uns direkt in die Supermarktkette Tropic verliebt. (Wieso genau haben wir in Österreich alkoholfreies Radler für 1,60€ gekauft, wenn es das hier für 0,80€ gibt?! Und: es gibt hier unglaublich geile schokolierte Mandeln & Co und Käse zu wirklich guten Preisen.)
Mit einer Sim-Karte und nach über 9h im Auto sind wir heilfroh auf park4night einen schönen Stellplatz zwischen Banja Luka und Jajce zu finden. Wir nutzen die Dämmerung um noch schnell einen Hügel hochzulaufen und werden belohnt mit Glühwürmchen im Disco Modus, einem Baby Kätzchen und einem süßem Hund. Wir springen noch schnell ins eiskalte Wasser (aka Dusche) und fallen müde ins Bett. Ein geiler Start für unseren Roadtrip!
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Nach einem Stopp bei der bosnischen Saarschleife (sieht 1:1 genauso aus!) besuchen wir die Mlincici – 20 süße Wassermühlen inmitten eines Parks mit Tretboten, Volleyballfeld, … – super touristisch, aber ohne Touris. Im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los. Wir freuen uns über die Einsamkeit und nutzen den trockenen Teil des Tages für einen Lauf und entdecken einen super schönen Spot zum Schwimmen, mit Cafe und vielen fotogenen Schaukeln.
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Frisch „geduscht“ gehts ab nach Jajce. Wir schlendern durch den Ort und bewundern den Pilva Wasserfall von oben – Eintritt wollen wir dafür nicht bezahlen.
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Den Ramsko Jezero lassen wir aufgrund von Regenwetter aus, planen um und fahren nach Mostar. Nachdem es noch regnen sollte, skippen wir den Hike & Fly und radeln in die Altstadt. Die ist überraschend schön aber auch sehr touristisch. So gut, dass das wir die Räder dabei haben!
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Nach einem langen Tag düsen wir noch hoch auf den kleinen Hügel von Mostar mit dem Kreuz drauf – Kriz na Humu. Der Ausblick ist schön, aber halt auf eine Stadt 🙂
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Wir genießen einen schönen Abend und planen die Biwak Tour für morgen. Yeah! Wecker geht wieder früh.
Wir machen einen Abstecher zum Blagaj Tekke (früh kommen lohnt sich, wer nicht fußfaul ist kann gratis Parkplätze finden) und sind wieder positiv überrascht. Klar, super touristisch, aber das Haus an sich und der Fluss, Berg sind wunderschön. Sie haben auch super stilvoll Restaurants an den Fluss gebaut. Wenn wir mehr Zeit hätten, hätten wir hier wohl sogar noch was gegessen.
Es ist grandios: es gibt wirklich überall Trinkwasser in Bosnien!!
FAQs
- Dauer Grenzkontrollen
Mega kurz aber auf dem Rückweg auf der Gegenseite ultra lang